Donnerstag, 17. September 2009

Nachschlag zum Steuerkonzept

Wer Geld hat, wer besitzt, oder sonst irgendwie zur Oberschicht gehört (zum Beispiel Oskar Lafontaine) kann das ja alles nur durch Diebstahl erreicht haben. Die Grundlage jeder sozialistischen oder linken Ideologie ist es ja, das persönliche Leistung nichtexistent oder systemfeindlich ist. Somit bleibt in der kruden Logik unserer Sozialträumer nur klar, dass die Reichen endlich dafür bestraft werden müssen das sie reich sind.
Klar könnte man die Millionäre noch mehr zur Kasse bitten, aber Spitzensteuersätze von 45% zahlen sie heute schon. Durch die am Einkommen ausgerichtete Steuer zahlen die Reichen in unserem Land im verhältnis und rein von den Zahlen her schon mehr als ein durchschnittlicher Bürger.
Die Linke konnte es nicht lassen und schrie mal wieder auf ihren Lieblingsfeind "da oben" ein, wie jetzt in einem Artikel von Sarah Wagenknecht (zu ihr demnächst mehr) auf der Homepage der Linken (http://die-linke.de/wahlen/kampagne/meldungen/detail/zurueck/meldungen/artikel/reiche-sollen-fuer-die-krise-zahlen/). Da heißt es, dass die gemäßigten Parteien keine Chance hätten ihre Pläne zu finanzieren wenn man die Reichen nicht zur Kasse bitten würde.

Das Mehreinnahmen ohne Reichensteuer möglich sind zeigen dagegen die letzten 4 Jahre. Die große Koalition hat sprudelnde Steuereinnahmen erreicht in dem man Arbeit geschaffen und damit auch die Kosten der Arbeitslosigkeit reduziert hat. Natürlich gehören zu den Mehreinnahmen die 3% mehr Mehrwertsteuer. Was der Linken da offensichtlich entgeht ist, dass diese Steuer auch die Reichen bezahlen. Natürlich trifft sie diese Steuer bei Lebensmitteln nicht so hart wie etwa einen Hartz-IV Empfänger, doch steht diese Steuer auch auf Luxusgütern wie Schmuck, Autos etc.

Die FAZ hat sich auf der anderen Seite mal daran gemacht das Konzept der Linken nachzurechnen (http://www.faz.net/s/Rub4D6E6242947140018FC1DA8D5E0008C5/Doc~EF4BE86791D444A56980594DD3A709828~ATpl~Ecommon~Scontent.html)
Hier zeigt sich sehr gut fundiert, wie das insgesamt 300 Milliarden Euro teure Programm nicht nur einfach den Staatshaushalt verdoppelt, sondern auch die Zinsen für die Staatsschulden um 10 Milliarden Euro erhöhen würde.
Ein weiterer Punkt, den die Linke konsequent ignoriert (siehe mein Artikel "Das Steuerkonzept) ist die Freizügigkeit in Europa. Klar, die alten SED-Kader kennen das mit den offenen Grenzen noch nicht so lange, aber mindestens Oskar Lafontaine (Oberschicht) müsste ja langsam mal wissen das man in Europa wohnen kann wo man will. Schröpft man die Reichen, werden sie einfach wegziehen, die können sich das nämlich leisten. Ebenfalls ignoriert wird der damit einhergehende Unwille der Reichen noch zu spenden, denn schließlich sind es nicht die Harzt-IV Empfänger die die großen Stiftungen in Deutschland tragen.

Was soll man also machen? Hartz-IV kürzen? Die Reichen steuerbefreien? Auf keinen Fall! Unsere Reichen werden progressiv besteuert, das hat sich bewährt und wird sich bewähren. Das wichtigste insgesamt muss bleiben Anreiz für Investitionen zu schaffen, dann gibt es auch mehr Arbeit, mehr Einnahmen usw. Doch dieser Anreiz fällt ja schon weg wenn nur eine sozialistische Partei an der Macht ist, nochmehr durch ihre Maßnahmen.
Manchmal frage ich mich ob Gysi und Bisky morgens aufstehen und denken: Die Wirtschaft der DDR hab ich schon ruiniert, heut is die BRD dran!

(Der Blog spiegelt ausschließlich meine eigene Meinung wider, ich arbeite nach bestem Wissen und Gewissen, wer Schreibfehler findet darf sie behalten)

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