Freitag, 4. Dezember 2009

2x Willkommen zurück

Nun war ich ja doch 2 Monate lang verschwunden, was aber nicht ganz in meiner Macht lag. Unter anderem hat auch mich die Schweinegrippe darnieder geworfen und meine Zeit wird in letzter Zeit so eng, dass ich nur noch am Wochenende bloggen kann.

Einen weiteren Herren möchte ich aber besonders willkommen heißen. Lieber Matthias Platzeck: Willkommen zurück in der Wirklichkeit der Politik!

Das Sie politischen Anstand und gesunde Politik gerne mal dem Regierungsdrang unterwerfen, das wussten wir ja schon seit den Landtagswahlen, schließlich hat ja die SPD inzwischen in keinem Bundesland mehr die Skrupel ganz offen die Linkspartei als zweifelhafte Tritthilfe zu nutzen. In ihrem Fall ist das aber bereits gründlich in die Hose gegangen noch bevor irgendein träumerisches Regierungsprojekt Wurzeln schlagen konnte.
Gleich 4 Politiker ihrer geschätzten Partnerfraktion mussten sich Vorwürfen wegen Stasi-Tätigkeiten ausgesetzt sehen. Schlimm, schlimm! "Inquisitorisch" nannten Sie das Verhalten der Medien und der Öffentlichkeit. Wenigstens hatten Sie den Anstand hinzuzufügen, dass Sie ganze als "Vertrauensbruch" der Linken sehen. (rbb-online.de)
Herr Platzeck, Sie sind wie ein Mann, der ehemaligen Autodieben den Schlüssel zu seinem Benz leiht, sich empört wenn man deren Vorstrafen veröffentlicht und sich dann wundert wo das Auto hin ist. Schließlich haben Sie ja in den 90ern den äußerst zweifelhaften Kurs mitgetragen, wegen dem Brandenburg als einziges Bundesland keinen Beauftragten für Stasi-Dokumente hat, natürlich zu einem höheren Zweck: Es galt Manfred Stolpe zu schützen, der sich selbst in die Stasi verstrickt sah (welt.de).
Sie wollen also wirklich geglaubt haben, dass es in der brandenburgischen Linkspartei keinen einzigen Abgeordneten mit Stasi-Vergangenheit gibt? Also wirklich Herr Platzeck, den Vertrauensbruch hätten Sie sich sparen können, zB mit einer großen Koalition?
Glauben Sie wirklich sie können eine radikale Partei, die offensichtlich von Ex-Stasis durchzogen ist einfach so kontrollieren und mäßigen? Wollen Sie die Linken in die Ecke drängen "bis sie quieken" wie es schon die DNVP 1933 mit der NSDAP machen wollte? Wenn Sie sich mit einer radikalen Partei einlassen, brauchen Sie sich nicht zu wundern wenn ein dermaßener Skandal rauskommt.

(Der Blog spiegelt ausschließlich meine eigene Meinung wider, ich arbeite nach bestem Wissen und Gewissen, wer Schreibfehler findet darf sie behalten)

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